„Laß jetzt die Schaufenster! Sieh lieber, wie die Leute da zu Tausenden auf der Wilhelmstraße stehen... Wie sie die Extrablätter lesen ... da pappen sie eben das Neueste an... Belgrad wird bombardiert!“

Ein dumpfes, ungeheures Summen und Brausen von Menschenstimmen ging über die weiten Straßenflächen und hinüber zum Kurhaus. Die Gesichter der Deutschen waren einander plötzlich alle ähnlich geworden. Auf Jedem lag der gleiche feierliche Ernst.

„Lache doch nicht so laut, Ethel!“

„Oh — warum denn?“

„Die Deutschen drehen sich nach Dir um!“

„Ach — laß sie...“

„Aber wir sind jetzt nicht in der Stimmung, Ethel! Wir verbitten uns das ... so nahe vor dem Krieg...“

„Oh ja: Krieg!“ sagte Ethel Lawrence gefällig. „Wir hatten vor siebzehn Jahren auch Krieg. Auf den Philippinen. Es war zu drollig!“

„Drollig...“

„Ja. Mr. Sandford. Ein Leutnant von der Flotte. Er hatte sich bei San Jago ausgezeichnet. Jede Miß mußte ihm einen Kuß geben. Ich auch. Dafür schnitt ihm Jede einen Uniformknopf ab. Er hatte nie Knöpfe. Ach, was mußten wir lachen... Warum siehst Du mich denn so an?“