„Ich höre!“

Die geohrfeigte Exzellenz zog sich rückwärts gehend in das Vorzimmer zurück. Jetzt erst kam die Wut. Er schritt finster an den anderen Generalen und ihren älteren Gehilfen, an den Flügeladjutanten und Generalstabsoffizieren des Kaiserlich Russischen Hauptquartiers hindurch. Er hörte nur, wie der Eine der Machthaber durch den Zigarettenqualm, über sein Teeglas weg, einen andern frug:

„Sind die ostpreußischen Förster erschossen?“

„Erschossen, Euer Hohe Exzellenz!“

„Die Gestüte angezündet?“

„Angezündet, Euer Hohe Exzellenz!“

„Die Domänen niedergebrannt?“

„Niedergebrannt, Euer Hohe Exzellenz!“

Der kleine, mongolische General stieg grimmig an dem Garde à Cheval-Posten an der Türe vorbei, die winklige Holztreppe des Rheinischen Hofs in Insterburg hinab. Draußen brütete die Septembersonne auf dem durch feldbraune Posten weithin abgesperrten Marktplatz. In der offenen Glasveranda saßen viele russische Offiziere. Er wollte jetzt, in seiner Bekümmernis, nicht mit ihnen sprechen. Er warnte nur den Zivilisten mit der weißen Schirmmütze und dem eleganten Sommer-Raglan von Pariser Schnitt, der da eben aus der Droschke stieg.

„Gehen Sie jetzt nicht hinauf! Ich rate es Ihnen als Freund! Das ‚liebe Biest‘ ist böse!“