„Nach Osten! Über Drengfurth! Sputet Euch!“

Sie fuhren dahin, kreuzten am Seeufer wieder eine Eisenbahn. Eine Lokomotive schoß mit Volldampf vorbei, der Tender dicht gedrängt voll von Rotekreuzdamen und Popen mit flatternden Haaren und Bärten. Der Pole steuerte das Auto wieder angesichts der Wasserfläche gen Norden, verirrte sich in den Wäldern, arbeitete sich stundenlang durch Sandwege, blieb stecken ... weiter ... da endlich die Türme von Insterburg. Vor der Stadt trafen sie den Generalstabsmajor Prokofjeff, bemüht, Ordnung in ein staubbedecktes Gewirr von Fuhrwerken zu bringen.

„Fahrt nicht erst in die Stadt. Es steckt alles voll von Truppen und Kolonnen!“ schrie er. „Fahrt außen herum, nach Gumbinnen. Der Großfürst ist schon dorthin voraus!“

Der Großfürst auf der Flucht!... Schjelting und Morskoi schauten sich bleich und stumm an, während sie zwischen den Teichen durch und an der mächtigen Brandstätte des Gestüts Georgenhof vorbeiflogen. Nun lag schon die Flußniederung der Angerapp in ihrem Rücken. Der Staatsrat atmete auf.

„Wir sind in Sicherheit!“ sagte er.

„Was kommt uns denn da auf der Chaussee entgegen?... Ein ganzer Zug Automobile...“

„Sie rasen nur so...“

„Es sitzen Zivilisten darin!... Was heißt denn das?...“

„Sehen Sie den Langen, Hageren... Mutter Gottes von Kasan: der Generalissimus in Zivil ... bin ich denn wahnsinnig geworden?...“