„Er muß heute früh in Paris angekommen sein.“
„Mit den letzten Nachrichten unserer bewunderungswürdigen russischen Freunde! Ich beglückwünsche Sie, mein General!“
„Leider mußte er einige Zeit unterwegs in Berlin Rast machen. Er fühlte sich nicht wohl!“
„Wir werden ihn dies Berlin vergessen lassen! Er kommt grade noch zu unseren Festen zurecht!“
„Er fährt, glaube ich, heute noch nach Brüssel zu seiner Frau und ihren Eltern. Dieser gute Nicolai ist kein Mann der Feste und der Öffentlichkeit. Er wirkt im Stillen!“
„... bis wir ihn eines Tages hier als Nachfolger Iswolskys begrüßen!“ sagte der Oberstleutnant Grégoire. Er war als Mitglied des mächtigen zweiten Büros der administrativen Sektion des französischen Generalstabs in manche Geheimnisse eingeweiht. Der General lächelte. Er hörte es gern. Es war keine leere Schmeichelei. Es lag im Bereich der Möglichkeit ... an jenem Tag, da keine Trauerkränze mehr zu den Füßen der Stadt Straßburg lagen...
Sie gingen die Rue Royale hinauf, an den gepuderten Dirnen und den übernächtigen Kellnerfratzen der Bar Maxim vorbei. An der Madeleine-Kirche zog der General den Hut vor ein paar Priestern oben auf den Stufen. Er war ein Mann der alten Schule und versäumte nie seine Messe. Nicht nur die Altersgrenze, sondern auch die Freimaurer in der Armee hatten ihm das Genick gebrochen. Er sprach das barsch und offen aus, oft mitten in dem großen Offizierskasino der Armee und Marine, in dem er jetzt nach dem Mann seiner Enkelin frug.
Nein! Monsieur de Schjelting war noch nicht dagewesen.
Das große Gebäude an der Ecke der Rue de la Paix war heute voll Trubel und Leben. Viel mehr Uniformen unter dem Zivil als sonst. Darunter auch fremdartige von England. Ein scharlachroter, baumlanger Coldstream-Gardist mit einem Turm von einer Bärenmütze, neben dem ein schwarzverschnürter, französischer Hauptmann winzig aussah, ein milchbärtiger Lord von einem der schottischen Hochland-Regimenter mit gewürfeltem Rock und nackten Knieen. Der alte Rigolet schmunzelte: