Sie drehten um und schritten zurück. Schjelting horchte.

„Kanonendonner!“ sagte er dumpf. Aber der Alte lachte. Der Pulvergeruch vor den Toren belebte ihn, trotz aller Sorgen.

„Die Untergrundbahn, mein Freund! Seit Jahrzehnten lebe ich hier und höre sie jetzt zum erstenmal. So totenstill ist Paris geworden!... Hoho ... halt da! Man passiert nicht an seinem alten General vorbei!“

Sie standen am Triumphbogen. Von Westen her jagte über die Avenue der Großen Armee ein offenes Auto heran. Es war über und über mit Kot bespritzt. Ebenso die französischen Offiziere in ihm. Ihre Käppis waren zerknittert, ihre Goldstickerei von Wind und Wetter gebleicht. Auf ihren hageren Gesichtern wohnte noch die Front: der allen Soldaten aller Heere eigentümliche Ausdruck des wochenlangen Schützengrabenkriegs — die stete, forschende Spannung um die hart entschlossenen Lippen, die angestrengte Erwartung in dem starren, fast leidenden Blick. Herr de Rigolet begrüßte sie.

„Was Neues?“

„Man kämpft, mein General!“

„Dumenil ist gefallen. Ihr alter Freund Ayéma!...“

„Bernard.“

„Kergoleys zweiter Sohn. Armer Junge!“