„Man kann es nicht hier sagen! Gehen wir hinaus!“
„Einen Augenblick!“
Der sibirische General erledigte noch einige Dienstbefehle. Als sie dann aus dem Dämmern in das Freie traten, hatte das Schneetreiben aufgehört. Die Luft war für einen Augenblick dieses Spätnachmittags hell. Sofort zwitscherte es oben in ihr von den huschenden, unsichtbaren Vögelchen. Schiraj hielt das schwere Schweigen seiner Freunde für Kanonenfieber.
„Es kann Euch nichts geschehen!“ sagte er. „Sie sind mehr als eine halbe Werst von hier! Steckt nur nicht den Kopf über den Graben!“
Der Hofmeister lehnte mit einer Schulterbewegung ab.
„Nicht das!... Du glaubst, der Feind sei eine halbe Werst von Dir. Nein: Er ist hinter uns...“
Schiraj wandte unwillkürlich seine breitschulterige Pelzgestalt in jähem Schrecken nach rückwärts. Er dachte an die masurischen Seen.
„Schon wieder?... Chindenburg?...“
„Nicht Chindenburg!... Der Feind, von dem ich spreche, ist ein russischer, Bruder...“