„Der Antichrist des Kleinmuts...“

„Des Verrats!“

„Schjelting weiß zu viel!“

„Viel zu viel!“

„... weil er Gönner hat ... bis hoch ... hoch da oben... Hütet Euch... Schjelting ist gefährlich...“

„Gerade den Höchsten wurde er lästig...“

„Denen, die zu belohnen wissen, Pawel Antonowitsch...“

In der Ferne hämmerte es noch einmal kurz und wütend: Tak ... tak ... tak ... tak ... tak... Der deutsche Flieger mußte noch für einen Augenblick in die Sicht von Maschinengewehren gekommen sein. Dann wurde es wieder überall still. Der Schnee fiel eintönig herunter. Die Dämmerung kam. Der General Schiraj wandte sich ab.

„Gehen wir heim!“ sagte er. „Hier ist nicht der Ort...“

Sie schritten wieder durch das endlose Grabengewirr des unterirdischen russischen Misthaufens, stiegen ins Abendlicht hinauf, wanderten im Gänsemarsch und, der Vorsicht halber, mit zwanzig Schritt Abstand, eine halbe Stunde lang finster und stumm durch den Schnee bis zu einem einsamen Bauernhaus. Da wohnte der General. Die Stube eines geflüchteten ostpreußischen Besitzers mit einem Bett, einem Gottesbild in der Ecke und einem Kartentisch genügte ihm. Er wusch sich zuweilen an der Pumpe draußen im Hof. Er setzte sich schwer und müde und sagte: