In der Ferne, über den deutschen Stellungen, stieg eine Rakete auf. Eine märchenhafte, zauberweiße Lichtkugel stand am Himmel, erhellte mild die ganze Gegend...

„Unteroffizier ... halt ... halt...“

„Was denn, Euer Hochwohlgeboren?“

„Der Hochwald da neben uns ist ja voll Menschen ... da ... sie sitzen um das Loch im Schnee ... ein Hauptmann vorne...“

„Die Unsern, Euer Hochwohlgeboren!“

„Erfrieren die denn nicht?“

„Wie sollten sie frieren? Sie sind doch alle tot. Die Granate... Man wird sie morgen holen...“

Ah... c’est ma guerre... Schjelting dachte sich: Dein Leben war dieser Nachtwanderung durch den Schnee geweiht. Durch ganz Europa bist Du gefahren, in allen Zungen hast Du gesprochen, an Menschen aller Art hast Du Rubel verteilt, Du kauftest die Seelen, die Druckerschwärze und die Telegrafendrähte ... prägtest, was da kommen sollte, in Formeln und Methoden. Gut... Aber wer findet sie jetzt wieder, die große Rechenmaschine — wer bedient sie in dieser furchtbaren, bleiernen Nacht über Europa?

Er blieb stehen. Durch das Dunkel kam ein Laut, der ihm die Haare sträuben machte. Nicht von Menschenstimmen...

„Unteroffizier... Was ist das?... Nie vernahm ich es...“