„Isebrink macht scheints noch eine Mondschein-Promenade längs der Grenze. Da oben geht er!“
Paul Isebrink kannte von der Jagd her hier Weg und Steg. Er stieg schnell die Hänge gegen den Hoheneck hinan, stand oben auf der Hochfläche, auf der die Nachtnebel brauten. In regelmäßigen Abständen schimmerten zwischen ihnen die weißen Grenzsteine. Er machte vor ihnen, noch auf deutschem Boden, halt. Bäche sprudelten durch das Mitternachtsschweigen der Mosel zu und plätscherten zu seinen Füßen.
Buschwald. Mondschein. Im Tal dicht unter ihm ein schwaches Licht. Es bewegte sich, so als hielte jemand eine elektrische Taschenlaterne in der Hand. Nun sah er auch die dunklen Gestalten in Käppi und Kapuze, Offiziere um das glimmende Feuer. Dahinter im Dämmern Zeltbahnen, Gäule mit hängendem Kopf, stumme Posten... Da unten schlief, scheinbar in der Nacht sich in das Endlose verlierend, das französische Heer...
Wieder das Flimmern des Glühwurms über der Landkarte. Ein Lachen.
„Eh — Le Fol: haben Sie den Weg nach dem Rhein gefunden?“
„Wir werden ihn finden, mein Kapitän!“
„Das denken wir schon lange — was, Guyon?“
„Einmal entrollen sich unsere Banner!“
„Pst! Nicht so laut! Der Colonel schläft!“