„Ja, woher nehmen und nicht stehlen!“ sagte Isebrink tiefsinnig und schob ein Stück Reisig in die Glut. Der Feuerschein spielte über sein gebräuntes Gesicht. Unten dämpfte der Hauptmann von Riedt seinen Baß gegen den Landwehrhauptmann Lobegast:
„Der ist gar nicht so blöde —, ach nee! Aber er hat eine Geschichte in Wiesbaden — schon drei Jahre ... ich weiß nicht: will er nicht — will sie nicht — man wird nicht klug draus!“
Es war eine Stille. In die fiel ganz von ferne der schwache Manöverknall eines Schusses. Eine Bewegung unter den Herren.
„Aha — sie stecken doch noch drüben!“
„Oder ein Jäger...“
„Auf was soll er denn schießen, Anfang Mai?“
„Wetten, daß sie’s sind!“
„Drei Flaschen Matthäus Müller!“
„Kolkt doch nicht! Wer soll denn das entscheiden?“
Jenseits des Vogesenkammes schoß ein Raketenstreifen in die Luft. Eine grüne Leuchtkugel stand einige Sekunden vor den Sternen. Eine rote erschien ganz hinten über schwarzem Tannenwipfelgezack. Die Franzosen gaben sich Zeichen. Es war doch eine größere Übung. Ein leiser Windschauer ging, wie eine Vorahnung von Krieg, durch die stille Nacht. Eine Sternschnuppe schoß da herunter, gerade in der Richtung, in die der Oberst mit seinen Offizieren schaute. Als er sich wieder nach dem Platz zu seiner Linken umwandte, war der leer. Der Major Fieser sagte: