„Ich werde Ihnen nicht den Gefallen tun, zu weinen!“

„Dabei laufen Ihnen schon die dicken Thränen herunter!“

„Höchstens aus Zorn, daß man so gar nicht... Es preßt Einem das Herz zusammen... Es könnte Alles so schön und gut sein. Es ist eigentlich nur ein großes Mißverständnis zwischen uns...“

„Mir scheint: überall auf der Welt, Inge!“

„Aber wenn Sie Einem so gar nicht entgegenkommen...“

„Nicht einen Zoll breit!“

„Sehen Sie — da ist schon wieder dieses Schneidende. Das Herz wird Einem kalt dabei!“

„Meins nicht! Im Gegenteil: Inge ... ich habe Sie von Berlin aus um diese Unterredung gebeten. Das muß aber die letzte sein. Ich muß wissen, woran ich bin. Vom Balkan aus geht es nicht mehr mit dem ewigen Hin und Her zwischen uns... Es nimmt Einem auch auf die Dauer die Nerven... Herrgott ... rennen Sie nicht auf einmal so!“

Sie gingen stumm eine Strecke und blieben wieder stehen.

„Inge: Es ist ein verwünscht ernster Augenblick... Ich bin doch auch kein junger Dachs mehr! Seit drei Jahren stehe ich nun vor Ihnen und... Sie passen doch auch nicht für Jeden. Sie haben doch gewiß einen Haufen Leute heimgeschickt, in der Zeit! Nicht wahr? Na also! Das darf ich doch auf mich beziehen... In aller Bescheidenheit!... Inge, fassen Sie doch Mut! Wer wird sich denn so vor dem Leben fürchten? Es wird schon gehen!...“