Aber Achilles wies den Vorschlag durchaus zurück. „Gallinas lassen den weißen Knaben frei, ohne ihm Waffen oder Führer zu geben,“ sagte er. „Gallinas falsch, weißer Knabe von Raubtieren zerrissen.“
„Und warum hat man uns nicht gleich an Ort und Stelle den ganzen spitzbübischen Handel vorgeschlagen?“ rief Holm.
„Zehn Feuerwaffen,“ lächelte Achilles, die Gewehre überzählend, „zehn entschlossene Männer. Gallinas klug — den Gegner müde machen.“
„Diese Spitzbuben! Sie wußten also, daß wir bis an das Ende der Welt dem armen Jungen nachgehen würden?“
Und man brach wieder auf, bis der Abend herabsank und die Schatten länger wurden. Plötzlich an einer Waldlichtung waren die Weißmäntel wie in den Boden hinein verschwunden, — auch nicht ein einziges Zeichen verriet, wohin sie sich gewendet.
Die Kruneger berieten heimlich, und dann wandte sich der Dolmetscher zu den Weißen. Eine Viertelstunde von hier läge das Dorf, versicherte er, sie wüßten es ganz gewiß. Zwei von ihnen wollten die Zugänge desselben bewachen und die übrigen hier aus den mitgenommenen Decken ein Zelt errichten. Der Plan der Gallinas sei ihm und seinen Genossen jetzt ganz klar.
„Und wenn uns die schwarze Bande in Gemeinschaft verrät?“ flüsterte Bolten.
„Dann sind wir unter allen Umständen verloren. Unserer drei gegen ebenso viele Hunderte.“
„Aber wir haben die Gewehre!“
„Dem Himmel sei Dank dafür! Die Schurken fürchten uns wie den bösen Feind, weil eben die Feuerwaffen aus so weiter Entfernung zu schaden vermögen.“