[111] Commerc. litt. Nor. in vielen Stellen.

[112] Elem. de mineralog. Par. 1772. S. 155.

[113] Ist Aqua toffana eine Art Arsenikmittelsalz, wie man vermuthen ([§. 76]. in Anm.) mögte, so könten auch aus diesem Grunde Säuren zur Wiederdarstellung des Arseniks Dienste leisten, der dann heftiger wirkt und schnelleren Ausgang sucht; das Gegentheil thut sein Mittelsalz, und ist um soviel gefährlicher, als es schleichender vergiftet.

[114] Im 57sten Briefe.

[115] Hist. cic. aquat. S. 296.

[116] Magazin z. G. d. Staaten und Kirchengeschichte IV. S. 141.

[117] Milch, Oele, fette Brühen und vegetabilische Schleime aus Wasser mit Reis, Gerste, Leinsamen, Malve und Stärke abgekocht getrunken und in Klystieren angewandt, waren schon in den ältesten Zeiten die einzigen Gegenmittel gegen weissen Arsenik, (arsenicum sublimatum album) man sehe Rhazes 2 Continent. cap. 2. und 8. Almansor. cap. de arsenico — arsenico sublimato — Albukases 2. Alzarav. cap. de potu arsenici — Avizenna 4. Canon. cap. 6. — Peter von Abano de Venenis cap. de assumpt. arsenici subl.

[118] Navier Gegengifte des Arseniks, äzzenden Sublimats, Spangrüns und Bleies, übersezt, mit Anm. von Weigel, erster Band, Greifswalde 1782. 4to.

[119] S. 14 bis 19.

[120] Daß die laugensalzige Schwefelleberauflösung ein viel geringeres Verbesserungsmittel und Gegengift des Arseniks genant zu werden verdient, als Navier wähnt, sieht man aus folgenden Gründen: 1.) Laugensalzige Schwefelleber wirkt in wenig Wasser aufgelöst giftartig, sie zerfrist Federn, Hare, Knochen und alle thierische Theile in kurzer Zeit zu einer Gallerte; stärker verdünt wirkt sie doch noch mit heftigem Reizze. 2.) Ist der Arsenik nicht in Auflösung, sondern in Pulvergestalt, wie gewöhnlich im Magen vorhanden, so kan die Schwefelleber noch lange als Aezmittel auf die Wände dieses so leicht entzündlichen, wohl gar schon entzündeten Eingeweides reizzend und äzzend wirken, ehe seine etwanige Kraft, den almählig aufgelösten Arsenik zu zerstören, statt finden kan. 3.) Navier mag sagen, was er will, die Schwefelleber läst doch nur in so fern seinen Schwefel fahren, und nur in der Mase, als sein Laugensalz durch das Zumischen des Arsenikwassers so wie irgend einer andern Säure gesättigt und verschlukt wird, und so fält der Schwefel rein und ohne den mindesten Antheil an Arsenik nieder. Diese leztere Behauptung fält in die Augen, wenn man bedenkt, daß der Schwefel ganz weis ohne die mindeste Gilbe (ohne die Operment nicht entstehen kan) sich präzipitirt, besonders aber dadurch, daß neutralisirtes Arsenikwasser von Leberluft nicht angegriffen oder als Operment niedergeschlagen wird. Mit einem Worte Schwefelleber mit Arsenikwasser zur Sättigung gemischt, wird nichts mehr noch weniger als Arsenikmittelsalz, (und der reine abgeschiedne Schwefel fält zu Boden.) Ein Vortheil, den man anderweit viel leichter, gefahrloser und angenehmer erreichen kan. Seine chemischen Versuche können auch mit keiner Genauigkeit angestelt seyn, da er versichert, die Schwefelleber und das Arsenikwasser müsten heis zusammen geschüttet werden, wenn ein Niederschlag erfolgen solle, (da doch, wie sich jeder überzeugen kan, ein häufiger Niederschlag bei 40° Fahrenh. erfolgt) und das Präzipitat wäre schmuzigweis (da doch das Präzipitat völlig weis ist, wie von Schwefelmilch). 4.) Der abscheuliche, unerträgliche Geschmak der selbst verdünten Laugensalzleber ist kein geringer Grund ihrer Verwerflichkeit. 5.) Nur frisch bereitete Leber bewirkt einen Niederschlag, lang aufbewahrte ist viel unkräftiger. Schwerlich kan sie so geschwind frisch bereitet werden, daß der Vergiftete durch den Verzug nicht leiden solte, gesezt sie wäre auch hülfreich. Auf dem Lande ist ihre Bereitung gröstentheils unmöglich.