[295] Nur mus in allem Falle Kalkwasser genug zugegossen werden, weil sich, wenn es zu wenig ist, die entstandne Wolke in dem überflüssig noch vorhandnen Arsenik wieder auflöst.
[296] Hiedurch unterscheidet er sich von allen möglichen schwerauflöslichen Kalksalzniederschlägen.
[297] L. 1. §. 1. ff. ad L. Corn. de sit. et Venef. ferner L. 3. pr. ff. eod. — §. 3. — §. 5. I. de publ. jud. —
[298] Peinliche Halsgerichtsordnung art. 130.
[299] Covaruvias var. resol. lib. 1. cap. de maleficiis — Boehmer obs. 4. n. 5. ad Carpz. p. 1. q. 2. ad elem. jur. crim. sect. 2. cap. 1. §. 24. und ad C. C. C. art. 178. §. 8. u. s. w. — Ehrman diss. de veneficio doloso, cap. 1. §. 21. bis 27. — Aloys. Cremanius de jur. crim. tit. 1. L. 1. p. 1. c. 1. §. 3. u. s. w. und cap. 5. §. 51. und andre.
[300] Carpzov prax. crim. part. 1. qu. 2. n. 51. und part. 1. qu. 22. n. 33. u. s. w. — Zoller und Wilke diss. de poena veneficii attentati, quamvis irreparabile inde oriatur damnum, ad mortem non extendenda, Leipzig, 1761. — Vogel diss. de Veneficii et homicidii per venenum, attentati in casu, ubi mors non ipsa secuta poena non capitali, Dresden, 1715. — Farinaceus consil. 154. n. 14. und 46. — Leyser spec. 609. n. 15. u. w. — Kreß ad C. C. C. art. 130. §. 4. — doch auch Böhmer obs. 5. ad Carpzov p. 1. und Ehrman de venef. dol. §. 37.
[301] Ehrman de venef. dol. §. 37. S. 54.
[302] Eine Magd nahm zwei der stärksten Messerspizzen (etwa 2½ bis 3 Quentchen) weissen Arsenik, man kam ihr erst nach 14 Stunden zu Hülfe, und die Krankheit war untödtlich, (und wäre bei bessern Mitteln geschwinder zu heben gewesen,) Commerc. litt. Nor. 1737. S. 218. — Ein Mann von 38 Jahren bekam von einem halben Lothe weissen Arsenik schlimme Zufälle — Milch, Oel und schleimichte Getränke retteten ihn, Van der Monde Recueil period. vol. 4. S. 353. — Ein Student genas von einem Quentchen verschlukten weissen Arsenik. Eph. N. C. dec. 2. ann. 4. obs. 12. S. 36. — Commerc. litt. Nor. 1738. S. 212. — Ein junger Mensch, welcher ein halbes Loth weissen Arsenik verschlukt hatte, ward durch Milch (und Schwefel) gerettet, Georg Logan Versuch üb. d. Gifte, (Petersburg 1783.) S. 22. — Ein neunzehnjähriger Räuber muste auf kaiserlichen Befehl dreissig Gran weissen Arsenik in Rosenkonserv verschlucken, man gab ihm fast nichts weder zu trinken noch sonst zur Hülfe, als zehn Gran Bezoarpulver in etwas Wegbreitwasser (so viel als nichts!) und nach Todesängsten genas er ohne weitere Hülfe, nach entstandnem Erbrechen und Durchlauf; Diomed. Cornarius Consil. medic. im Anhange der histor. admirand. 13. S. 44.
[303] Drei, vier Gran in Quartanfiebern, Lemery curs. chym. S. 307. — 3 bis 4 Gran in Wechselfiebern; J. Lange epist. med. lib. 3. ep. 7. — Fünf Gran weisser Arsenik mit Salpeter auf eine Dosis gegen Fieber; Eph. N. C. dec. 2. ann. 5. S. 474. — 4 Gran auf einmal mit Wasser; Eph. N. C. dec. 2. ann. 3. obs. 46. S. 132. Man rieth sogar in einer Art epidemischer Fieber drei Pillen auf dreimal zu geben, wovon jede drei Gran Arsenikmittelsalz (arsen. deflagratum) hielt; Commerc. litter. Nor. ann 1737. S. 182. (man sahe aber schleichende Fieber und Wassersucht darauf erfolgen) — vier Gran gegen Wechselfieber; Bonet med. sept. part. 2. S. 535.
Man hat verschiedene Beispiele von Marktquaksalbern, die 12 und mehrere Grane Arsenik verschlukten, um nachgehends die antidotarische Wunderkraft ihres Orvietanums ins Licht zu sezzen — Ein Student gewöhnte sich nach und nach an Arsenik — Krüger Diätetik S. 22. —