[34] De la Force, Nachrichten von den wichtigsten Begeb. unter der Reg. Ludwig XIV. Leipzig 1716. S. 128. und Lettres de Madame de Sevigne, Tom. 2. — Wepfer hist. cic. cap. 21. schol. 4. S. 372.
[35] Oder solte ein Arsenikmittelsalz dazu genommen werden? Der unmerkliche Geschmack desselben und seine gar nicht heftig geschwinde, sondern langsam äzzende Wirkung scheint dies zu verstehn zu geben, welches die Herren Merveau, Maret und Dürande bemerkten, da sie einem Hunde ein Quentchen davon eingeflöst hatten. Der Hund lag ohne andere Zufälle einen Monat lang schreklich ausgezehrt, nahm fast gar keine Nahrung zu sich, und ward an den Lenden gelähmt. Milch und andere Schleime konten diesen Zufällen nicht abhelfen — Nach seinem Tode schien der Magen nicht angefressen zu seyn — Vielleicht wirkt es so schleichend giftig, weil der Arsenik nur allmählig durch das thierische Brenbare hergestellt wird. S. Anfangsgr. der theor. und prakt. Chemie, zw. B. S. 216.
[36] Ja man könte behaupten, daß ihn in dieser Absicht Theophrast Parazelsus von Hohenheim am ersten gebraucht habe, da er (lib. 2. de morb. metall. cap. 5.) spricht: „Spiriru arsenici quartanam curari“ wiewohl mir die Bereitung dieses Arsenikspiritus nicht bekant ist; auch ihm folgte Johan Lange epist. med. lib. 3. ep. 7. — Dann Lemery, cursus chym. S. 307. — fast um eben diese Zeit (1679) Burchhard bey Wepfer, hist. cic. cap. 21. schol. 3. S. 367. — Dann Maskoky Eph. N. C. dec. 2. ann. 3. (1685) obs. 46 — worauf sein Gebrauch allgemeiner ward.
[37] Die Gabe des weissen Arseniks in Fieberpulvern haben die Quacksalber bis auf vier, ja fünf Gran getrieben. Bonet medic. septentr. coll. part. 2. S. 535. und unten [§. 470].
[38] Sechs Tropfen eines flüssigen Arsenikmittelsalzes (liquor arsenicalis Schroederi) wurden einem achtjährigen und einem zehenjährigen Kinde auf den Grindkopf gestrichen, Zittern, Brechen und geschwinder Tod waren die Folgen; Zittman medic. for. (Frft. 1706. 4.) S. 420. — Ein Hund starb unter den heftigsten Zufällen sehr plötzlich, welchem Sprögel (diss. exper. c. veneno. Goetting 1753. S. 62.) in seine Hautwunde Arsenik angebracht hatte, er fand innerliche Entzündungen.
[39] Die bey [§. 90.] und [91.] angeführten Stellen werden dies vollends erläutern — Doch sehe man noch Heucher opera omn. Tom. 1. Mithridates — S. 433. Fernel univ. med. lib. 6 cap. 18. und Harder apiar. observ. (Bas. 1736. 4.) nach.
[40] Es giebt keinen Zufall einer Arsenikvergiftung, den nicht äusserliche Anwendung dieses Gifts ebenfalls hervorbrächte. Auf Rauch und Staub, Kontraktur Bresl. Samlung. 38 Vers. S. 411. — Lähmung Tackenius Hippocr. chym. cap. 24. — Neuman Chemie 4ter Band, erst. Th. S. 425. — Angel. Sala Ternar. bezoard. cap. 27. — Kolik, Magenschmerz, Erbrechen viele der unten ([§. 134].) anzuführenden Stellen, besonders Sala a. a. O. — Tackenius a. a. O. Zittern, Miscell. N. C. ann. 1671. obs. 78. — Schwindel, Ohnmacht, geschwollenes Gesicht Sennert prax. lib. 6. part. 5. cap. 2. S. 237. — Schwindel, Kopfschmerz, Mattigkeit und Arsenikfriesel: Boerhave de morb. nerv. Tom. 1. S. 224. — Auf äusserliche sonstige Anwendung Kontraktur Peter von Abano de venen. de realgare — Lähmung und Zittern der Bergleute Ramlov von der Lähmung und Zittern der Bergleute. — Sala a. a. O. — Brand andrer Theile als wo er aufgelegt ward; Commerc. litt. Nor. ann. 1743 S. 50. — Act. N. C. vol. 6. app. S. 8. — Entzündung des Schlundes — Acta N. C. vol. 9. obs. 37. — Fallsucht, auf Grind gestreut Eph. N. C. dec. 2. ann. 4. obs. 12. S. 37. — Sala a. a. O. — Frieselausschlag und Geschwulst Acta N. C. vol. 2 obs. 10. — Sennert prax. lib. 6. part. 5. cap. 2. — Schlagflus Pyl Aufs. und Beob. erst. Th. S. 46. — Erbrechen, Kolik u. d. gl. in allen den gleich ([§. 90]., [91].) anzuführenden Stellen.
[41] Musgrave Betracht. über die Nerven sechst. und siebentes Hauptstück.
[42] Brocklesby concerning the indian poison sent over from Condamine. Philos. Trans. vol. 44. S. 408. und Herissant exper. made with the poison of Lamas and of Ticunas; ebend. vol. 47. S. 75 — 92.
[43] Um wie viel tödtlicher die Gifte sind, wenn sie auf offene Hautstellen, als wenn sie in den Magen kommen, sehen wir in den Versuchen des holländischen Wundarztes Forsoek, die er mit dem Bohonupasgummi in Java anstelte; Hunde, denen er einen ungemein kleinen Theil davon unter die Oberhaut mit der Spizze einer Lanzette brachte, starben dreimal geschwinder (und fast augenbliklich) als die, denen er etwas davon eingab; Esprit des journaux, 1785. Juin. S. 310.