[44] Des le Febüre äusserliche Anwendung des weissen Arseniks in Auflösung ist bekant — so wie Bernhard’s Krebspulver; Saml. f. prakt. Aerzte, 7. B. St. 3. S. 512. — nicht weniger Rönnow’s (schwed. Abh. Jahr. 1778) Anwendung des gelben Arseniks zu gleichem Behufe. Doch hatten schon die ältesten Aerzte Mittel gegen Krebs aus Arsenik gebraucht, wie das Kollyrium des Lanfranc’s beweist, zu welchem Operment kömt. Andrer gefährlichern Mittel, aus weissem Arsenikpulver zusammengesetzt, hier nicht zu gedenken, die gröstentheils aus den Händen gewissenloser Empiriker kamen.

[45] Franz Alphanius de peste — Massaria de peste lib. 2. — Deusing de peste hist. 44. und 99. — Lindestolpe de venenis S. 735. — Baccius de venenis — quae extrinsec. — Amman medic. crit. S. 371. — Salmuth obs. medic. II. S. 96. — Stenzel de venen. acur. S. 27. — Fabriz von Hilden obs. et cur. chirurg. Cent. 6. obs. 80, 81 — Ebenders. de gangraena et sphac. cap. 5. S. 777. — Bonet sepulchr. anat. lib. 2. sect. II. obs. 31. — Act. N. C. vol. 6. app. S. 8. Ebendas. vol. 2. obs. 10. — Eph. N. C. cent. 3 et 4. obs. 127 in schol. — Eph. N. C. dec. 2. ann. 4. S. 37. — Ebendas. dec. 3. ann. 9. et 10. S. 390. — Mathesius, Sarepta S. 430. — Angelus Sala ternar. bezoard. cap. 27. — Fernel method. med. lib. 6. cap. 8. — J. Schröder pharm. med. chym. lib. 3. cap. 27. S. 498. — Zittman med. for. cent. 2. cas. 24. — Bresl. Saml. 33. Verf. S. 115. — Sprögel. exper. c. ven. S. 61. Hannöver. Magazin 1770 36. St. — Büttner Unterricht für Aerzte Beob. 35. — Pyl Auff. und Beob. erst. Th. S. 46. —

[46] Eph. N. C. dec. 2. ann. 4. obs. 12. S. 37.

[47] Es brachte Brand im Schlunde zuwege, Commerc. litt. Nor. 1743. S. 50. und nicht nur Pflaster, sondern auch damit angerührte Oele haben ähnlichen Nachtheil gehabt, es erfolgte Schwierigkeit im Schlingen, fruchtloses Würgen, Entzündung des Halses; Acta N. C. vol. 9. obs. 37. oft Tod. Ueber die Schädlichkeit der leztern, auch der arsenikalischen Anhängsel (Amulete) sehe man die bei Gmelin (Mineralgifte) Verzascha, Diemerbroek, Hodges, Crato und Lionardo de Capo angeführten Stellen — sonst noch Wepfer hist. cicutae cap. 21. hist. 13. S. 364. — Amatus Lusitanus cur. med. Cent. 2. Curat. 34. — Baccius de venen. et antidot. in prolegom. S. 23. — Lorenz Scholze epist. med. 168. S. 282. — Ger. Columbus de febre pestil. lib. 2. Cap. 17. — Peter Borell hist. et obs. rar. cent. 3. obs. 36. — Commerc. litt. Nor. ann. 1743. S. 50. —

Und wie soll man sich wundern, daß äusserlich aufgelegte Arsenikbutter (jene fressende Verbindung des Arseniks mit Salzsäure) den Tod bewirkte; Lor. Hoffman de vero usu et abusu med. chym. S. 38.

[48] Auch solte nie erlaubt werden, daß das Spielzeug der Kinder mit Rauschgelb, Operment, rothem oder gelbem Arsenik angestrichen würde. Mir sind etliche traurige Fälle bekant, wo man Kinder, die daran gelekt hatten und tod krank wurden, mit Mühe rettete.

[49] Die Irritabilität der Magenmuskeln ist durch den äusersten Reiz abgestümpft, verloschen — Sprögel a. a. O. S. 57.

[50] Er wird dazu nehmen, (um sich zu überzeugen,) daß bei dieser Arsenikvergiftung nicht wie bei der Cholera beim ersten, sondern größtenteils erst beim wiederholten Erbrechen Galle ausgeworfen wird, und der Puls bei ersterer anfänglich nicht so voll oder entzündlich wie bei lezterer, sondern mehr krampfhaft eingezogen ist.

[51] Man sehe die Schriftsteller bey [§. 90]. und [91]. nach.

[52] Deshalb weis ich nicht, wie in Hallers Vorlesungen über Teichmeiers gerichtliche Arzeneikunde (2ten Bandes erster Th. S. 189) gesagt werden kan: die Eingeweide fresse Arsenik nicht an, daher zu glauben sei, er besizze einen sehr narkotischen Schwefel — Just das Gegentheil!!