„Hier ist gegypst,“ ließ Franklin mit solchem oder wenigstens ähnlichem Kreidestaub auf ein herrlich prangendes Kleefeld in großen Lettern schreiben. „Bei diesem oder jenem wurde gekreidet,“ könnte ich von vielen Patienten sagen, die mir unter die Hände geraten sind.
Vor allen anderen Kranken empfehle ich diesen weißen Staub Bleichsüchtigen, die jeden Tag nicht eine, sondern zwei Messerspitzen — die eine in der Frühe, die andere abends — nehmen sollen. Ihr Weiß wird dieses Weiß bald wieder ins gesunde, lebensfrische Rot verwandeln.
Wirksamer noch als Kreidemehl ist Knochenmehl.
Kümmel (Carum Carvi L.)
siehe oben unter „[Fenchel]“ S. 128.
Lavendel, Spike (Lavandula vera DC.)
siehe unten S. 147 bei „[Spiköl]“.
Lebertran.
Ein tüchtiger Militärarzt tat mir gegenüber einst den Ausspruch: „Mit Lebertran wird großer Unfug getrieben, und schlechter Lebertran hat oft schon recht bittere Folgen nach sich gezogen. Es gibt Inseln, dort wirkt er bei skrofulösen Zuständen. Sonst aber verachte ich ihn.“
Niemand ist an dieses Urteil gebunden. Ich für meine Person verwende denselben nie. Als Heilmittel gilt er mir nicht, und da ich schlechten Lebertran als Nährmittel fürchte, gebe ich zur Nahrung anderes, welches das reichlich ersetzt und bringt, was Lebertran bringen soll.