Bei Gesunden bezwecken sie Auffrischung (Entziehung der Mattigkeit) und Kräftigung und sind Landleuten insbesondere zur Sommerszeit anzuraten, wenn nach anstrengenden, sehr ermüdenden Tagen nachts der Schlaf sich nicht einstellen will. Sie ziehen die Müdigkeit aus, bringen Ruhe und guten Schlaf.
2. Das warme Fußbad
kann auf verschiedene Art genommen werden.
a) In warmes Wasser von 25–26° R. bringt man eine Hand voll Salz und die doppelte Quantität Holzasche. Nach gehöriger Mischung benützt man das Fußbad ungefähr 12–15 Minuten.
Zuweilen gebe ich — es muß solches stets besonders verordnet werden — so ein Fußbad mit einer Temperatur bis zu 30°, jedoch stets mit darauffolgendem kalten Fußbad von der Dauer einer halben Minute.
Die Fußbäder dienen vortrefflich überall da, wo wegen Kränklichkeit, Gebrechlichkeit, mangelnder Körperwärme usw. strenge und kalte Mittel nicht leicht gebraucht werden können, da zu geringe oder gar keine Reaktion stattfindet, d. h. das kalte Wasser wegen Blutmangels zu wenig Wärme entwickelt.
Es sind die eigentlichen Fußbäder für schwächliche, blutarme, nervöse, sehr junge und sehr alte, vorherrschend für Frauens-Personen und erweisen sich sehr wirksam bei allen Störungen im Blutumlaufe, bei Kongestionen, Kopf- und Halsleiden, Krämpfen usw.
Sie leiten, ziehen das Blut nach den Füßen und wirken beruhigend.
Solchen, die an Fußschweiß leiden, empfehle ich dieselben nicht.
Bei unserem Landvolke sind diese warmen Fußbäder allbekannt und deren Wirkungen, wie der häufige Gebrauch zeigt, allgemein bekannt.