Fig. 16.
Der Rückenguß wirkt besonders stärkend auf das Rückgrat ein und fördert den Blutumlauf günstiger und stärker als die vorigen Gußarten.
5. Der Ganz- oder Vollguß
erstreckt sich, wie der Name besagt, auf den ganzen Körper, vom Halse bis zu den Fußspitzen. Derselbe wird folgendermaßen erteilt:
Der Patient sitzt in der Badewanne oder in einem weiten Holz- oder Blechgefäß auf einem schmalen Brettchen, bekleidet mit Badehosen oder dem Badehemde. Wer ihn kniend oder stehend nehmen will, trifft auch keine schlechte Wahl. Der Guß geschieht zum Teil von der Rückseite, zum Teil von der Vorderseite mit ungefähr 4 Gießkannen Wasser. Die erste Kanne netzt den ganzen Körper an. Die weiteren drei und mehr Kannen werden in der Art verwendet, daß der Strahl nach allen Körperteilen hinzielt, vorzüglich nach dem Rückenmark und den Hauptnervengeflechten, also ins Genick und zu beiden Seiten desselben, sodann in die Magengegend (Magengrube, Sympatikus in der Magengegend).
Fig. 17.
Gesunden, besonders korpulenten Personen, ist dieser Guß sehr zu empfehlen. Er härtet ab, steigert die Zirkulation des Blutes, kräftigt und hebt diese blutarmen und wasserscheuen Individuen aus ihrer übergroßen Empfindsamkeit und Empfindlichkeit heraus.
Wer sich kalt fühlt und wem fröstelt, der darf den Guß nicht nehmen, er stelle denn zuerst die richtige Naturwärme her, sei es durch Bewegung, sei es durch künstliche Nachhilfe, etwa den Fuß- oder Kopfdampf. Sonst aber kann er Sommers und Winters vorgenommen werden, im Winter selbstverständlich in einem gewärmten Lokale.