Fig. 24.

Der Wickel wird in kaltes Wasser getaucht, ausgewunden, auf den bloßen Körper gelegt und mit trockener Linnen- oder Wollhülle luftdicht abgeschlossen.

Sehr bald fühlt man, wie eine angenehme Wärme sich entwickelt, wie das nasse Tuch warm, ja allmählich heiß wird.

Die Anwendung des Shawles kann ½–1½, in seltenen Fällen bis 2 Stunden dauern; letzteres dann, wenn stärkere Ableitungen gewünscht werden. Bei längerer Dauer darf man die Erneuerung, d. i. Neueintauchung des Wickels nicht übersehen. Dieses geschieht nach ungefähr ½–¾ Stunden, in der Regel dann, wenn die Hitze stark, der Wickel warm, heiß wird.

Bei Hitzen, Kongestionen und beginnenden Entzündungen an oder im Kopfe, bei fieberhaften Katarrhen bei Verschleimungen im Hals, in der Luftröhre, auf der Brust wirkt unser ganz unschuldiger Wickel auflösend und ableitend.

Die größten und auffallendsten Dienste hat er stets gemüts- oder geisteskranken Personen des schwachen Geschlechtes erwiesen. In Verbindung mit einer andern, ebenso leichten Anwendung reichte der Shawl vollkommen aus, den Blutandrang zum Kopfe aufzuheben, den überfüllten Kopf zu entbluten.

Diese zweite Anwendung bestand gewöhnlich in nassen Socken oder in Fußwickeln oder in einem warmen Fußbade mit Asche und Salz.

4. Der Fußwickel.

Dieser Wickel ist stets eine wichtige Nebenanwendung, d. h. ein Hilfsmittel, welches anderen Anwendungen helfend entgegenarbeitet. Wir unterscheiden einen doppelten Fußwickel, nämlich:

a) Den eigentlichen Fußwickel.