Raniero fragte einen seiner Mannen nach dem andern. Er erhielt von allen dieselbe Antwort. Sie schienen seinen Befehl kaum ernst zu nehmen.
Natürlich lachten die fremden Ritter, die seine Gäste waren, immer lauter und fröhlicher, je deutlicher es sich zeigte, daß keiner von den Mannen Ranieros Befehl ausführen wollte.
Raniero geriet in immer größere Erregung. Schließlich verlor er die Geduld und rief: „Diese Lichtflamme wird dennoch nach Florenz gebracht werden, und da kein andrer damit hinreiten will, werde ich es selbst tun.“
„Bedenke dich, bevor du so etwas versprichst!“ sagte ein Ritter. „Du reitest von einem Fürstentum fort!“
„Ich schwöre euch, daß ich diese Lichtflamme nach Florenz bringen werde!“ rief Raniero. „Ich werde tun, was kein anderer auf sich nehmen wollte.“
Der alte Waffenträger verteidigte sich: „Herr, für dich ist es ein ander Ding. Du kannst ein großes Gefolge mitnehmen, aber mich wolltest du allein ausschicken.“
Raniero jedoch war ganz außer sich und überlegte seine Worte nicht. „Ich werde auch allein ziehen,“ sagte er.
Aber damit hatte Raniero sein Ziel erreicht. Alle im Zelte hatten zu lachen aufgehört. Sie saßen erschrocken da und starrten ihn an.
„Warum lacht ihr nicht mehr?“ fragte Raniero. „Für einen tapfern Mann ist dies Beginnen wohl für nichts mehr zu achten als ein Kinderspiel.“