»Und das Volk verspottete ihn. Nur seine Mutter und seine Freunde weinten, weil er sterben mußte, ehe er es erreicht hatte, König zu werden.
»Ach, wie die toten Dinge bei seinem Hinscheiden trauerten! Die Sonne verlor ihren Glanz, die Berge erbebten, der Vorhang im Tempel riß mitten durch, und die Gräber öffneten sich, damit die Toten herausgehen und ihren Schmerz zeigen konnten. – – –
»Da lag die Kleine mit dem Kopf im Schoße der Großmutter und schluchzte, als solle ihr Herz brechen.
»Weine nicht, mein Kind, der gute König ist aus seinem
Grabe auferstanden und zu seinem Vater gen Himmel gefahren.
»Großmutter, schluchzte die Kleine, bekam er denn niemals ein Königreich?
»Er sitzt zu Gottes rechter Hand im Himmel.
»Aber das beruhigte sie nicht. Sie weinte so verzweifelt und unaufhörlich, wie nur ein Kind weinen kann.
»Weswegen waren sie so böse gegen ihn? Weshalb durften sie so böse gegen ihn sein?
»Der Alten ward beinahe bange bei diesem übermäßigen Schmerz des Kindes.