Auf Ekeby aber hatten sie kein Eisen zu versenden. Im Herbst war lange Zeit großer Wassermangel gewesen, und im Frühling hatten die Kavaliere regiert.
Zu ihrer Zeit schäumte starkes, bitteres Bier die breiten Granitstufen des Björkseefalles herab, und der Löfsee war nicht mit Wasser, sondern mit Branntwein gefüllt. Zu ihrer Zeit ward kein Roheisen in die Schmieden gelegt, in Hemdsärmeln und auf Holzschuhen standen die Schmiede vor dem Feuer und drehten gewaltige Braten an langen Spießen, während die Schmiedegesellen gespickte Kapaunen mit großen Zangen über das Feuer hielten. In jenen Tagen ging der Tanz über die Hügel dahin. Man schlief auf der Hobelbank und spielte Karten auf dem Amboß. In jenen Tagen wurde kein Eisen geschmiedet.
Aber der Frühling kam, und auf den Handelskontoren in Göteborg fing man an, auf das Eisen aus Ekeby zu warten. Man holte die Kontrakte hervor, die mit dem Major und der Majorin abgeschlossen waren und worin Lieferungen von vielen hundert Zentnern verheißen waren.
Aber was kümmerten die Kavaliere sich um die Kontrakte der Majorin? Sie hielten die Freude und das Violinspiel und die Gastereien im Gange. Sie sorgten dafür, daß der Tanz über die Hügel hinging.
Es kam Eisen aus Stömne, und es kam Eisen aus Sölje. Das Eisen aus Kymsberg fand seinen Weg über
die Heiden bis hinab an den Wenersee. Aus Uddeholm kam Eisen und aus Munkefors und von allen den großen Gütern ringsumher. Wo aber ist das Eisen aus Ekeby?
Ist Ekeby nicht mehr das wichtigste von allen Eisenwerken in ganz Wermland? Wacht niemand mehr über der Ehre des alten Hauses? Ach nein! Die ist gleichgültigen Kavalieren in die Hände gelegt, die nur dafür sorgen, daß der Tanz über die Hügel hingeht. Wofür vermögen ihre elenden Gehirne auch weiter noch zu sorgen?
Aber Wasserfälle und Gießbäche und Prähme und Flüsse und Schleusen und Häfen wundern sich und fragen: »Kommt das Eisen aus Ekeby denn nicht?«
Und es flüstert und fragt von Wald zu See, von Berg zu Tal: »Kommt das Eisen aus Ekeby denn nicht? Kommt denn kein Eisen mehr aus Ekeby?«
Und tief drinnen im Walde fängt der Kohlenmeiler an zu lachen, und es ist, als wenn die Köpfe auf den großen Hammern in den dunklen Schmieden höhnisch lachen, die Gruben öffnen ihren breiten Rachen und stimmen ein Hohngelächter an. Die Pulte auf den Handelskontoren, in denen die Kontrakte der Majorin aufbewahrt liegen, schütteln sich vor Lachen. »Habt ihr je so etwas gehört? Es ist kein Eisen auf Ekeby! Auf dem besten Eisenwerke in ganz Wermland haben sie kein Eisen!«