Als die Kinder erwachen, entsteht ein Jubel und ein Entzücken über die Heimkehr des Vaters. Sie belegen ihn ganz mit Beschlag. Er muß all das Neue und Merkwürdige in Augenschein nehmen. Das kleine Mühlwerk, das sie sich am Bach gemacht haben, das Vogelnest im Weidenbaum und die jungen Karauschen im Teich, die zu Tausenden dicht unter dem Wasserspiegel schwimmen.

Und dann machen der Vater, die Mutter und alle Kinder einen langen Spaziergang durch die Felder. Er muß sehen, wie dicht der Roggen steht, wie der Klee wächst, wie die Kartoffeln anfangen, ihre krausen Blätter aus dem Boden zu stecken.

Er muß die Kühe sehen, die vom Felde heimkehren, muß die Neugeborenen in der Kälberkoppel und im Schafstall begrüßen, nach Eiern suchen und allen Pferden Zucker geben.

Die Kinder hängen den ganzen Tag an seinen Rockschößen. Keine Schule, keine Arbeiten – nur Umherstreifen mit dem Vater!

Am Abend spielt er ihnen Polkas vor, und den ganzen Tag ist er ihnen ein so guter Freund und Spielkamerad gewesen, daß sie mit dem Gebet entschlummern, der Vater möge doch stets bei ihnen bleiben.

Er bleibt auch ganze acht Tage und ist während der ganzen Zeit fröhlich wie ein Kind. Er ist in alles daheim verliebt, in seine Gattin, seine Kinder; er denkt gar nicht an Ekeby.

Aber dann kommt ein Morgen, an dem er fort ist. Er konnte es nicht länger ertragen – es war zu viel Glück für ihn. Ekeby war tausendmal geringer, aber Ekeby lag mitten in dem Wirbel der Begebenheiten!

Ach, wie viel war da, wovon er träumen, worüber er spielen konnte! Wie konnte er getrennt von den Taten der Kavaliere leben, getrennt von dem langen Löfsee, den die wilde Jagd des Märchens umbrauste?

Auf seinem Gut ging alles seinen ruhigen Gang. Alles wuchs und gedieh unter der Obhut der milden Hausfrau. Alle dort auf dem Hofe gingen in einem stillen Glück umher. Alles, was anderwärts Bitterkeit und Streit hervorgerufen hätte, ging hier ohne Klage und Schmerz. Alles war, wie es sein sollte. Wenn nun der Herr des Hauses sich einmal danach sehnte, als Kavalier auf Ekeby zu leben, was dann? Kann es vielleicht nützen, sich über die Sonne des Himmels zu beklagen, weil sie an jedem Abend im Westen verschwindet und die Erde im Finstern zurückläßt?

Was ist unbezwinglich außer der Unterwürfigkeit! Was ist siegesgewiß außer der Geduld!