»Meine Freunde!« sagte er stehenbleibend, um zu ihnen allen auf einmal zu reden. »Ich habe Gott gefragt, weshalb ich so viel Böses habe erleiden müssen.«

»Ach schweig, Lennart,« sagte Beerencreutz, »behalte deine Predigten für dich.«

»Laß ihn nur reden,« sagte Sintram, »er spricht ganz gut.«

»Ich habe ihn gefragt und habe es nicht verstanden; jetzt aber verstehe ich es ganz gut. Er wollte mir zeigen,

was für Freunde ich habe. Freunde, die mich heimgeleiten, um meine und meiner Gattin Freude zu sehen. Denn meine Gattin erwartet mich. Was sind fünf Jahre des Elends hiergegen?«

Jetzt donnerten harte Fäuste an die Tür. Die Kavaliere hatten keine Zeit, mehr zu hören.

Drinnen entstand Bewegung. Die Mägde erwachten und sahen hinaus. Sie warfen schnell einige Kleider über, wagten es aber nicht, dieser Schar von Männern zu öffnen. Endlich wurden die Riegel zurückgeschoben. Frau Lennart selber trat heraus.

»Was wollt ihr?« fragte sie.

Beerencreutz antwortete: »Wir bringen dir deinen Mann.«

Sie schoben Hauptmann Lennart vor, und sie sah ihn auf sich zu schwanken, betrunken, mit einem Verbrechergesicht. Und hinter ihm erblickte sie die ganze Schar betrunkener, schwankender Männer.