»Die Flüche werden sich in Segenswünsche verwandeln«, ruft Gösta aus.

Der Pfarrer sieht auf. Sie lesen gegenseitig in ihren Blicken dieselbe glühende Begeisterung. Aber im selben Augenblick fällt ihr Auge auf den Schandhügel.

»Gösta,« sagt der Alte, »dies alles erfordert die Kräfte eines starken Mannes, ich aber bin dem Tode nahe. Du siehst, was mir am Leben zehrt.«

»Schaffen Sie es fort!«

»Wie soll ich das machen, Gösta Berling?«

Gösta tritt dicht an ihn heran und sieht ihm scharf in die Augen. »Bitten Sie Gott um Regen!« sagt er. »Sie

sollen ja am Sonntag predigen. Bitten Sie Gott dann um Regen.«

Entsetzt sinkt der alte Pfarrer zusammen.

»Wenn es Ihr Ernst ist, wenn Sie nicht die Dürre übers Land gebracht haben, wenn Sie dem Höchsten nicht mit Ihrer Härte haben dienen wollen, so bitten Sie Gott um Regen. Das soll das Zeichen sein. Daraus wollen wir erkennen, ob Gott dasselbe will, was wir wollen.«

Als Gösta die Brobyer Hügel hinabfuhr, wunderte er sich über sich selber und über die Begeisterung, die ihn ergriffen hatte. Aber es konnte doch ein schönes Leben werden. Ja, nur nicht für ihn. Von seiner Hilfe wollten sie da oben nichts wissen.