»Zuerst mußt du dies hier zerstören!« sagte sie und warf das Feuerrad vor ihn an die Erde.

Er besann sich nicht. Er schwang den großen Hammer über der strahlenden Feuersonne, die nichts weiter war als häßlicher Zauberkram, wenn sie nicht zum Nutzen für Tausende angewendet werden konnte. Die Funken stoben in der Schmiede umher, Flammen und Scherben umtanzten ihn, und dann lag auch sein letztes Kunstwerk in Trümmern da.

»Ja, dann nehme ich meine Gabe von dir,« sagte die Hulder.

Als sie in der Tür stand, um zu gehen, und der Schein der Feuersbrunst da draußen sich über ihre Gestalt ergoß, sah er ihr zum letztenmal nach.

Schöner denn je zuvor erschien sie ihm und nicht mehr ganz so boshaft, nur strenge und stolz.

»Tor!« sagte sie, »habe ich dir je verboten, deine Kunstwerke von andern nachmachen zu lassen? Was bezweckte ich weiter, als den Mann des Genies vor den Mühseligkeiten des Handwerks zu bewahren?«

Und dann ging sie. Kevenhüller aber war mehrere Tage wahnsinnig. Dann wurde er wieder wie ein gewöhnlicher Mensch.

Das Hauptgebäude von Ekeby war niedergebrannt. Menschen waren jedoch nicht zu Schaden gekommen. Aber es war ein großer Kummer für die Kavaliere, daß das gastfreie Haus, wo sie so viel Gutes genossen hatten, zu ihrer Zeit so großen Schaden erleiden sollte.

Ach – ihr Kinder später Zeiten! Wäre ich es gewesen oder ihr, die der Hulder auf dem Marktplatz zu Karlstad begegnet wäret! Glaubt ihr nicht, daß ich in den Wald gegangen wäre und gerufen hätte: »Hulder, Hulder! Ich bin es, Kevenhüller!« Aber wer sieht sie heutzutage? Wer klagt in unseren Zeiten darüber, zuviel von ihren Gaben erhalten zu haben?

Der Markt zu Broby