Ach, Poet, du Stärkster und Schwächster unter den Menschen! Nicht an deinem Halse sollten diese weißen Arme ruhen!

»Wenn ich dies gewußt hätte, so würde ich niemals den Alten genommen haben, heute abend erst habe ich dich kennen gelernt, niemand ist wie du!«

Zwischen bleichen Lippen aber drängte Gösta ein Wort hervor: »Ferdinand!«

Sie brachte ihn mit einem Kuß zum Schweigen.

»Er ist nichts! Niemand außer dir ist etwas. Dir will ich treu sein!«

»Ich bin Gösta Berling,« erwiderte er finster, »mit mir kannst du dich nicht verheiraten.«

»Dich liebe ich, dich, den ersten unter allen Männern! Du brauchst nichts zu tun, nichts zu sein. Du bist ein geborener König.«

Da wallte das Blut des Poeten auf. Sie war schön und liebreizend in ihrer Liebe. Er schloß sie in seine Arme.

»Wenn du die Meine werden willst, kannst du nicht auf dem Pfarrhof bleiben. Laß mich dich diese Nacht nach Ekeby fahren, dort werde ich dich schon zu verteidigen wissen, bis wir Hochzeit halten können.«