Maja Lisa geriet ordentlich in Verlegenheit, als er nun mit lauter Stimme fragte: »Was ist denn das für ein Schätzchen, das ihr hier im Hause habt, Mutter Margreta?«
Die Tante sagte ihm, wer Maja Lisa war; aber deshalb führte er sich nicht ein bißchen passender auf als vorher.
Ei ja, das wolle er gleich glauben, daß sie eine von den schönen Pfarrerstöchtern von Lövdala sei. Es sei nur gut, daß er sie endlich zu Gesicht bekomme. Wie oft habe er Mutter Margreta schon gebeten, ihn mit der Nichte zusammen einzuladen, damit er selbst sehen könne, ob das, was die Leute von ihr sagten, wahr sei.
Maja Lisa wurde nicht allein verlegen, sondern sie erschrak auch bis ins Herz hinein. So etwas durfte sie gar nicht anhören, das schickte sich nicht. Die Stiefmutter – ach richtig, Mutter, war ja beim Lichterziehen auf Lövdala!
Die Tante sah wohl, daß sie ängstlich wurde, und so versuchte sie, den Pfarrer davon abzubringen, Maja Lisa immerfort anzustarren.
Das sei doch wohl unmöglich, daß er die Absicht habe, von der Bewerbung um Sjöskoga zurückzutreten? begann sie. Er müßte ja hochbeglückt sein, wenn er ein so schönes Pastorat in so jungen Jahren bekomme! Soviel sie gehört habe, seien bis jetzt immer nur ältere, gesetzte Männer zu diesem fetten Bissen gekommen.
Liljecrona zuckte die Achseln. Er habe ja nie die Absicht gehabt, dahin zu streben. Das Glück sei ihm gar zu hold
gewesen. Er selbst sei mit seiner bisherigen Lage ganz zufrieden gewesen.
Aber er habe sich doch gemeldet, warf die Tante ein.
O ja, weil ihm die Verwandten gar keine Ruhe gelassen hätten.