Und die Mutter versicherte hoch und teuer, ja, es sei ganz wahr.
»Nun, dann machen wir aus, daß sie gleich mit nach Lövdala kommt«, sagte die Pfarrfrau. »Ihr könnt ja den Weg über Lövdala nehmen, wenn ihr von hier wieder heimgeht, und dann kann sie gleich dableiben.«
Und so wurde es auch beschlossen.
Aber auch nachher beobachtete die Pfarrfrau die Kleine noch immer gerade wie zuvor, wie wenn sie sich nicht satt an ihr sehen könnte. Und wieder nach einer Weile wollte sie abermals mit Marit von Koltorp sprechen.
»Wie heißt denn deine Kleine?« fragte sie.
»Sie heißt Eleonora, aber wir nennen sie nur Nora.«
»Und es ist wirklich wahr und nicht nur Großtuerei, daß sie lesen und schreiben kann?« fragte die Pfarrfrau wieder.
»Nein, nein,« versicherte die Mutter, »es ist die reine Wahrheit.«
»Ich habe mir überlegt, daß sie gleich heute abend in unserem Schlitten mit uns nach Lövdala fahren könnte«, sagte nun die Pfarrfrau. »Es fehlt uns jetzt eben an einem kleinen Mägdlein, deshalb könnte sie ihren Dienst ebensogut gleich antreten.«
Und wie die Pfarrfrau es wünschte, so geschah’s natürlich. Sie gehörte zu den Menschen, denen man nicht gerne widerspricht.