Aber jetzt brannte die Kleine vor Begierde, erzählen zu dürfen, was sie von dem See wußte; sie konnte es nicht länger zurückhalten.

»Mutter sprach auch oft von dem See, der hier unterhalb Lövdala gelegen haben soll«, sagte sie.

»Ach so«, sagte die Pfarrerstochter. »Ja, du hast wohl von deiner Mutter viel von Lövdala gehört.«

»Mutter sagte,« fuhr die Kleine fort, und sie sprach sehr schnell, »drei Dinge habe der See damals, als er eintrocknete, zurückgelassen. Das eine sei der kalte Zugwind, der da immer im Tal spiele, das zweite sei der kalte Nebel, der im Herbst aufsteige, und das dritte sei –«

Aber was das dritte war, durfte die Kleine nicht sagen, denn die Pfarrerstochter unterbrach sie rasch.

»Ach, wenn es weiter nichts ist,« sagte sie, »das wissen wir schon vorher.«

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Schneewittchen

I

In der Küchenkammer zu Lövdala wurde so gekichert und geplaudert, daß die Kleine kein Auge schließen und unmöglich einschlafen konnte, obgleich sie in dieser Nacht in einem richtigen kleinen Bett schlief, das ihretwegen hereingestellt worden war.