»Was sagst du denn vor dich hin?« fragte jetzt der Bräutigam.
Da wiederholte sie fast gegen ihren Willen.
»Ach, ach, ach! Daß Mamsell Maja Lisa nicht zu meiner Hochzeit kommen durfte!«
Der Bräutigam wußte wohl, wie sehr er hatte bitten und betteln müssen, ehe die reiche Bauerntochter sich hatte entschließen können, ihm ihr Jawort zu geben.
Es war auch da und dort getuschelt worden, die Großmutter hätte sie schließlich gezwungen; und wenn sie jetzt mit diesem Gesicht an der Hochzeitstafel saß, mußte ja das Gerücht wie ein Lauffeuer um sich greifen.
So begann er denn, sie zu ermahnen, und sagte, es gehe doch wirklich nicht an, daß sie so verdrießlich dasitze, sie könne ja an einem andern Tag mit der Pfarrerstochter zusammen sein.
Aber die Braut hörte nicht auf ihn. Sie schnitt wieder an ihrem Stück Brot herum, und nach einer Weile seufzte sie abermals: »Ach, ach, ach! Daß mich Maja Lisa nicht als Braut sieht!«
Noch einmal versuchte der Bräutigam, sie zur Vernunft zu bringen.
»Daß du dich deswegen zum Gespött der Leute machen willst!« sagte er. »Meinst du denn, Mamsell Maja Lisa mache sich soviel aus dir? Man weiß doch, wie wenig die Herrschaften nach uns Bauern fragen.«
Doch diesmal wendete sich die Braut hastig an ihren Bräutigam.