„Wir, die Alten hier im Walde,“ nahm Hornkrone das Wort, „glauben nicht, daß wir Tiere allein über das Insektenvolk Herr werden können.“

„Dies halten wir jedoch fast für ein ebenso großes Unglück wie das andre,“ sagte Wirrmähne. „Nun wird es bald aus sein mit dem Frieden im Walde.“

„Aber wir können doch nicht den ganzen Wald zugrunde gehen lassen,“ sagte Riesenkraft. „Es bleibt uns durchaus keine Wahl.“

Karr fühlte, wie schwer es den Elchen wurde, mit ihrem Anliegen herauszurücken, und er versuchte ihnen zu helfen. „Meinet ihr vielleicht, ich solle es den Menschen zu wissen tun, wie es hier steht?“ fragte er.

Da nickten alle die alten Elche mit den Köpfen. „Es ist ein schweres Unglück, daß wir von den Menschen Hilfe verlangen müssen, aber es gibt keinen andern Ausweg,“ sagten sie.

Bald darauf war Karr auf dem Heimweg. Während er so tief bekümmert über alles, was er erfahren hatte, dahineilte, kam ihm eine große schwarze Natter entgegen. „Schön guten Tag hier im Walde!“ zischte die Natter.

„Schön guten Tag!“ bellte der Hund und eilte vorbei, ohne anzuhalten. Aber die Natter drehte um und versuchte, Karr einzuholen. „Vielleicht ist sie auch in Sorge um den Wald,“ dachte Karr und blieb stehen.

Die Natter begann sogleich von der großen Verheerung zu reden. „Wenn aber die Menschen herbeigerufen werden, dann wird es mit der Ruhe und dem Frieden hier im Walde bald aus sein,“ sagte sie.

„Das fürchte ich auch,“ erwiderte Karr, „aber die Alten im Walde wissen wohl, was sie tun.“

„Ich könnte einen bessern Rat geben,“ sagte die Natter. „Wenn ich nur den Lohn bekäme, den ich mir wünsche.“