„Was sagst du, Mutter?“ fragte er und versuchte seine Tränen zu unterdrücken.

„Ich habe sie schon immer herzlich bedauert, gleich damals, als dein Vater ihrer Mutter das Haus verkaufte. Und auch du hast Mitleid mit ihnen gehabt.“

„Ja, aber …“

„Ich möchte sie gerne hier behalten und ordentliche Menschen aus ihnen machen. Sie sind zu gut zum Betteln.“

Der Bauer konnte nichts erwidern, denn jetzt stürzten ihm die hellen Tränen aus den Augen; er ergriff die runzlige Hand seiner Mutter und streichelte sie.

Doch plötzlich fuhr er, wie von Angst erfaßt, jäh auf. „Was würde der Vater dazu sagen?“ rief er.

„Der Vater hat zu seiner Zeit hier geherrscht, jetzt ist die deinige gekommen. Solange der Vater lebte, mußte ihm gehorcht werden. Jetzt aber ist die Reihe an dir, zu zeigen, wer du bist.“

Der Sohn war so überrascht über diese Worte, daß seine Tränen versiegten. „Aber ich zeige mich doch, wie ich bin!“ sagte er.