„Bis jetzt ist die Insel noch nicht überfüllt, und wir können schon noch Gäste aufnehmen,“ meinte die Gänsefrau, die freundlichen, gutherzigen Gemütes war, gerade wie Daunenfein.

Als Akka näher herankam, gingen Daunenfeins Eltern ihr entgegen, und sie wollten die Gäste eben auf der Insel willkommen heißen, als Daunenfein von ihrem Platze hinten im Zug aufflog und sich gerade vor ihren Eltern niederließ.

„Vater und Mutter, hier bin ich! Kennt ihr denn eure Daunenfein nicht mehr?“ rief sie.

Zuerst wollten die Alten ihren Augen nicht trauen; aber dann erkannten sie die Tochter und waren natürlich glückselig über das Wiedersehen.

Während nun die Wildgänse und der Gänserich Martin und auch Daunenfein eifrig durcheinanderschnatterten, weil alle erzählen wollten, wie Daunenfein gerettet worden war, kamen Flügelschön und Goldauge dahergelaufen. Schon aus der Ferne riefen sie: „Guten Tag! Guten Tag!“ und taten so erfreut über Daunenfeins Rückkehr, daß diese ganz gerührt wurde.

Den Wildgänsen gefiel es sehr gut auf der Felseninsel, und so beschlossen sie, nicht vor dem nächsten Morgen weiterzureisen. Nach einer Weile fragten die beiden Schwestern Daunenfein, ob sie mit ihnen kommen wolle, um zu sehen, wo sie ihre Nester zu bauen beabsichtigten. Daunenfein war sogleich bereit, und als sie die Plätze sah, lobte sie die Schwestern und sagte, sie hätten sich da sehr wohlgeschützte Brutstätten ausgewählt.

„Wo willst denn du dich niederlassen, Daunenfein?“ fragten die Schwestern.

„Ich?“ erwiderte Daunenfein. „Ich habe nicht die Absicht, auf der Insel zu bleiben, denn ich will mit den Wildgänsen nach Lappland reisen.“

„Wie schade! Du willst uns also wieder verlassen?“ sagten die Schwestern.

„Ich wäre recht gerne bei euch und bei unsern Eltern geblieben,“ erwiderte Daunenfein. „Aber ich bin schon mit dem großen weißen Gänserich verlobt.“