Der andre beschleunigte seine Schritte nur noch mehr, und der alte Ola war so beglückt, daß er am liebsten in lauten Jubel ausgebrochen wäre. Als nach einer Weile die Zelte vor ihren Augen auftauchten, ergriff Ola noch einmal das Wort.
„Sie ist hier heraufgekommen, um ihren Vater zu suchen, nicht, um meine Pflegetochter zu werden; aber wenn sie den Vater nicht findet, möchte ich sie gerne in meinem Zelt behalten.“
Doch der andre erwiderte nichts, er eilte nur mit immer größerer Hast vorwärts.
„Ich habe es mir doch gedacht, daß er bei der Nachricht, ich wolle seine Tochter unter die Lappen aufnehmen, erschrecken werde,“ sagte Ola vor sich hin.
Als der Mann von Kiruna, der Åsa nach dem Lappenlager hinübergerudert hatte, später am Tage wieder zurückruderte, hatte er zwei Personen in seinem Boot, die dicht nebeneinander saßen und sich so fest an der Hand hielten, als ob sie sich nie wieder trennen wollten. Es waren Jon Assarsson und seine Tochter Åsa. Alle beide hatten jetzt ein ganz anderes Aussehen als noch vor ein paar Stunden. Jon Assarsson sah lange nicht mehr so müde und gebeugt aus, und seine Augen hatten einen hellen, freundlichen Ausdruck, als wenn er jetzt Antwort auf das bekommen hätte, was ihn so lange geängstigt hatte; und das Gänsemädchen Åsa schaute jetzt nicht mehr mit dem ihm eigenen altklugen Blick umher. Jetzt hatte sie ja jemand, auf den sie sich stützen und verlassen konnte, und es sah aus, als sei sie auf dem Wege, wieder ein harmloses Kind zu werden.