„Ja, sie ist drüben im Zelte.“
„Wie, Ola? Hast du sie zu dir genommen, ehe du weißt, was ihr Vater dazu sagen wird?“
„Was brauche ich mich um ihren Vater zu kümmern? Wenn er wirklich nicht tot ist, dann will er offenbar nichts von dem Kinde wissen, und er kann nur froh sein, wenn ein anderer sich ihrer annehmen will.“
Doch jetzt warf der Fischer seine Gerte weg und richtete sich auf; es war eine Lebhaftigkeit über ihn gekommen, als wenn neues Leben in ihm erwacht wäre.
„Dieser Vater ist wahrscheinlich nicht wie andere Menschen,“ fuhr der Lappe fort. „Vielleicht ist er einer von denen, die von schwermütigen Gedanken verfolgt werden, so daß er es bei keiner Arbeit lange aushalten kann. Aber sage selbst, wäre ein solcher Vater ein großer Gewinn für das Mädchen?“
Während Ola dies sagte, stand der Fischer auf und ging mit raschen Schritten dem Ufer entlang.
„Wohin willst du?“ fragte der Lappe.
„Ich will mir deine Pflegetochter ansehen, Ola.“
„Das ist recht,“ sagte Ola. „Komm nur und sieh sie dir an. Du wirst gewiß finden, daß ich eine gute Pflegetochter bekomme.“
Der Schwede ging mit immer rascheren Schritten vorwärts, und der alte Ola konnte ihm kaum nachkommen. Nachdem sie eine kleine Strecke zurückgelegt hatten, sagte Ola zu seinem Gefährten: „Jetzt eben fällt mir ein, wie das Mädchen heißt. Åsa Jontochter heißt sie.“