Bella: Nicht wahr? Ich habe soeben »Hermann und Dorothea« gelesen, — das ist ein herrliches Gedicht.
Martha: Willst Du heute bei uns bleiben, Bella? Du könntest mit Schwester Gretchen plaudern. Wenn Mama und ich heute [Vormittag] ausgehen, werde ich diesen Strauß Deiner Mama bringen und ihr sagen, daß Du heute bei uns bleiben möchtest. Ist es Dir recht?
Bella: Das ist mir sehr lieb, Martha. Für wen hast Du alle diese Blumen [gepflückt]?
Martha: Diesen [Strauß] gebe ich Dir, meine liebe Mama, und diesen stelle ich meinem Papa auf den Schreib-Tisch. Er ist gewohnt, jeden Morgen frische Blumen dort zu finden, — und diese Blumen kommen in das Hospital für die armen Kranken.
Frau Meister: Die Blumen kommen ihnen immer wie eine Himmels-Gabe. — Ich glaube, meine Tochter, es wird bald Zeit, daß wir gehen. Ihr aber bleibt ruhig hier; es ist hier schön.
Martha: Adieu, Gretchen; adieu, Bella. Auf kurze Zeit nur.
Frau Meister: Adieu, meine Lieben!
Bella: Ihr habt aber ein schönes Blumen-Haus, Gretchen.
Gretchen: Papa hat es für Martha gebaut. Sie liebt die Blumen.