Es ist ein Traum, sprach er, nur ein Traum. Und sie sprach weiter: Dann stürzten zwei Berge zusammen, und du warst darunter begraben.

Er lächelte, küßte sie und ging; Krimhilde aber war sehr traurig.

Sie hatten schon den ganzen Tag gejagt; da sprach ein Knecht zu Siegfried. Herr, hört ihr das Horn blasen? Wir müssen zum Abend-Brot eilen.

Geh' nur, sprach Siegfried; ich aber will erst den Bären fangen, den ich dort sehe. Er sprang vom Pferde, verfolgte den Bären, fing ihn und band ihn fest an seinen Sattel und ritt zurück zur Gesellschaft. Hier band er den Bären los; dieser lief in das Zelt und warf alles um. Die Burgunder flohen erschrocken davon. Siegfried aber folgte dem Bären, tötete ihn und kehrte zurück.

Da saßen die Helden auf dem grünen [Rasen] und speisten, was die Diener brachten. Da sprach Siegfried:

Ich sehe hier genug zum Essen; doch warum bringen die Diener keinen Wein?

Hagen ist schuld daran, sprach König Gunther; er will uns verdursten lassen.

Ich hatte geglaubt, wir würden im [Spessart] jagen; darum sandte ich dorthin den Wein, sprach Hagen.

Und einer der Ritter sagte: Warum essen wir nicht näher beim Rhein? Dort ist wenigstens Wasser genug.

Wasser ist auch hier, sprach Hagen, eine Quelle voll guten Wassers; lasset uns zur Quelle gehen.