Auf ihrem Marsche singen sie Lieder. — Die Semiten singen eine ernste, tiefe, melancholische Melodie; — die Hamiten singen ein Lied, wobei man an nichts anderes denken kann, als an den Trab der Kamele in Ägypten, — die Jafetiten aber sangen eine wunderbar süße, schöne Melodie. — Und nachdem die drei Märsche [verklungen] waren, da fuhr mir urplötzlich der [Gedanke] durch den Kopf: Nun sollte ein vierter Zug kommen und singen: Hail Columbia! —
Martha Meister: Oftmals habe ich daran gedacht: Was Columbus wohl fühlte, da er zum ersten Male den Fuß auf diesen Boden setzte?
Dr. Albert: Ich glaube, mein Fräulein, ich hatte von einem solchen Gefühl vor wenigen Tagen eine [Ahnung], da ich selbst an's Land kam. Die Erde hätte ich küssen mögen. — Der Himmel erschien mir viel höher, als anderswo, und die Luft viel kräftiger, und die Menschen viel lebendiger, energischer; — sie gingen einher, wie anderswo die Könige tun, und sprechen und blicken frei und tragen den Kopf so stolz.
O, rief ich einmal über das andere Mal aus: Das ist ein großes, großes Land, — mein [Vaterland] — ah, lächeln Sie nicht! — Es könnte Ihnen gehen, wie mir: Ich stand mit Freunden in Neapel am [Hafen], und, da es Sonntag war, so hatten die Schiffe geflaggt. — Da kam ein Herr daher, und jeder konnte es sehen, daß er ein Amerikaner war. — Er [erblickte] am Maste unser [Sternenbanner] und nahm den Hut von dem Kopfe und beugte sich [ehrfurchtsvoll]. Alle lächelten, ich mit, — heute thäte ich's nicht. Hören Sie auch dieses:
Es war meine erste Seefahrt, — meine Reise nach Deutschland. — Viele Tage hatten wir nichts gesehen, als Himmel und Wasser, und wir verlangten alle nach Land.
Morgen vielleicht, hatte der Kapitän abends bei Tische gesagt, — morgen vielleicht sehen wir Land. — Süße Hoffnung! — Sie ließ mich keine Ruhe finden in der Nacht, und frühe am Morgen war ich bereits auf dem Verdecke.
Sie sind frühe auf, junger Mann, — sprach einer der Offiziere zu mir.
Bin ich der erste? fragte ich.
Von den Passagieren — ja.