Otto: Sehr wahr!

Herr Meister: Worüber ich aber noch täglich erstaunen muß, ist eine [Beobachtung], die ich neulich gemacht habe: Daß nur wenig Grammatik, daß nur wenige Regeln genügen, um recht zu sprechen und recht zu schreiben. — Dazu [freilich] ist es nötig, daß der Lehrer klar denkt und sieht.

Ich habe meinen Freunden hier gewisse, kurze Regeln gegeben, — und, Sie sehen, sie sprechen korrekt.

Dr. Albert: Das ist wahr. — Und welche Regeln halten Sie für die notwendigsten?

Herr Meister: Ah, — für die notwendigsten! Mein lieber Herr Doktor, ich will Ihnen einige von solchen Sätzen geben, die meinen Freunden gute Dienste [geleistet] haben. — Aber nehmen Sie die Sätze für nichts mehr, als für was ich sie ausgebe: Praktische Winke, die unendlich viel Gutes tun. Sie mißverstehen mich nicht, nicht wahr? — Ich gebe sie Ihnen nicht als Regeln.


Meine Freunde haben sich [gewöhnt], ihre Gedanken sofort mit deutschen Worten auszudrücken.

Dr. Albert: Und das erkenne ich als den größten [Vorteil] Ihrer Methode.

Herr Meister: Ganz recht. — Dennoch kommt es vor, daß sie englische Idiome und Konstruktionen gebrauchen.

Dr. Albert: Das ist ganz natürlich.