Bella: Aber, Louis, ich habe keine Gabel.

Martha Parks: Ich auch nicht, der Diener hat die Gabeln vergessen.

Louis: O nein, liebe Martha, das hat der Diener nicht. Aber Ritter und Ritter-Fräulein haben keine Gabeln zum Essen nötig.

Bella: So? Aber womit haben sie denn das Fleisch gegessen? Nicht mit den bloßen Fingern, will ich hoffen.

Louis: Nein, mein Fräulein; nicht mit den bloßen Fingern, sondern mit kleinen Hölzern, so wie diese sind, die neben Ihren Tellern liegen.

Gretchen: Ja, ich habe mich im Stillen über diese Hölzchen gewundert.

Martha Meister: Aber damit, Herr Louis, können wir nicht essen.

Louis: Aber die Ritter-Fräulein konnten es früher. Gabeln kamen erst vor drei hundert Jahren aus Italien nach Deutschland, und erst später, im Jahre 1608, brachte Thomas Congate die ersten Gabeln nach England. — Und in einem französischen Kloster zankten sich die Mönche über die Einführung der Gabel. Die älteren Mönche hielten den Gebrauch der Gabel für [sündhaft], während die jüngern die Gabeln für erlaubt hielten.

Gretchen: O, wie gelehrt Sie sind, Herr Louis!

Martha Meister: Sie studieren wohl recht viel, Herr Louis?