Louis: O, das weiß jeder (= alle). Das war Abel.

Otto: Das ist recht, Louis. Aber du sprichst das Wort nicht gut aus. Du sagst »Ebel«; das ist Englisch. Sprich das A lang wie aa — — h; wie das a in far und in father.

Louis: Aaabel. Ist das recht?

Otto: So ist es gut. Meine Damen, kennen Sie die Anekdote von Herrn Abel in Berlin?

Bella: Nein, Otto, wir haben sie (= die Anekdote) nie gehört; nicht wahr, Anna?

Anna: Nein, niemals.

Otto: Nun; Herr Abel in Berlin ist ein reicher Mann. Im Sommer ist er nie in Berlin. Er reist (= geht) nach Wiesbaden oder Homburg oder in die Schweiz oder in ein Seebad. Eines Sommers war er in Norderney. »O,« denkt Herr Abel, »ich bin in Norderney, und London ist nicht weit von hier; ich will London sehen.« Herr Abel reist nach London, kommt in ein feines Hotel und schreibt seinen Namen in das große Buch: »B. Abel aus Berlin,« mit englischen Buchstaben: B. A–b–e–l. Man liest seinen Namen: B. Ebel. — Herr Abel sagt: »Man spricht meinen Namen nicht recht; ich werde meinen Namen B. Ebel schreiben,« und Herr Abel schreibt: B. E–b–e–l. Da liest man den Namen: B. Ibel. »Gut,« sagt Herr Abel, »ich will meinen Namen B. Ibel schreiben,« und schreibt B. I–b–e–l und da liest man ihn: B. Eibel. Er schreibt seinen Namen nun: B. E–i–b–e–l, da liest man wieder: B. Ebel wie im Beginn. »O, o,« sagte Herr Abel, »was für ein Land! Hier kann man nicht einmal meinen Namen recht sprechen! Hier bleibe ich nicht!« und nicht lange, so war Herr Abel wieder auf dem Dampfboote nach Deutschland.

Louis: Und wir müssen auch gehen. Es ist spät.

Otto: Ja, es ist spät.

Bella: Otto, vergessen Sie morgen nicht, Ihr Gedicht von Hoffmann von Fallersleben zu bringen.