»Sah ein Knab' ein Röslein stehn,
Röslein auf der Heiden,
War so jung und morgenschön« .....

»Morgenschön.« — Meint der Dichter, »das Röslein war so schön, wie die Rosen am Morgen sind«?

Herr Meister: Ich glaube (es).

Anna: O, ich wünsche, ich könnte jeden Tag junge, frische Rosen haben! Ich habe die Rosen, ach, so gern!

Herr Meister: Auch Goethe liebte die Rosen (ich liebe, ich liebte, ich habe geliebt).

Otto: Sie ist die Königin unter den Blumen.

Bella: »Lief er schnell, es nah zu sehn« .....

Anna: Das Wort »lief« verstehe ich nicht.

Bella: Ich laufe, ich lief, ich bin gelaufen. Ich laufe, das ist: »Ich renne,« »ich gehe schnell.« Der Knabe lief, weil das Röslein weit von ihm war, und er wollte (ich will, ich wollte, ich habe gewollt) das schöne Röslein besser sehen.

»Sah's mit vielen Freuden.
Röslein, Röslein, Röslein rot,
Röslein auf der Heiden.«