»Fräulein Anna, meine Freundin.«
»Frau Dr. Stellen.«
Louis: Ah, das verstehe ich. Nun sagen Sie mir auch: Was meinten Sie, als Sie sagten, ich sei (= bin) ein aufmerksamer Freund?
Anna: Gestern sagte ich: »Ach, ich wünsche mir jeden Tag Rosen.« Das haben Sie sich gemerkt; das heißt (= das ist): Sie haben es gehört und haben daran gedacht. Sie sind aufmerksam, Louis, und Sie haben Aufmerksamkeit.
Otto: Ich wundere mich auch über Sie, Fräulein Anna. Sie können alles dieses nicht gestern bei Ihrer Freundin gelernt haben. Woher haben Sie alle diese Wörter und Erklärungen?
Anna: Ich weiß nicht. Ich weiß nicht. Es ist in mir, und ich sage es. Sagte Herr Meister nicht, daß die Wörter von selbst kommen, daß sie in uns wachsen, wie die Blätter an den Bäumen? Es ist so, wie Herr Meister sagt, ich fühle es.
Herr Meister: Ich freue mich, daß Sie es so finden. Sie machen auch mir dadurch heute einen glücklichen Tag.
Bella: Ist das nicht wunderbar? Eine glückliche Person macht oft viele Glückliche. Freude und Sonnenschein bringt sie überall.
Louis: Fräulein Anna, haben Sie gestern viel Deutsch gesprochen?
Anna: O ja, ich habe auch ein wunderschönes Märchen gehört von unserer Freundin, und sie will uns noch viele andere erzählen, sagt sie. Weil Sie mein guter Freund sind, Louis, so will ich Ihnen ein Märchen erzählen. Aber es ist lang.