[(179)] Ein gutes Beispiel eines solchen, durch Übereinanderlagerung mehrerer Phantasien entstandenen Traumes habe ich im »Bruchstück einer Hysterieanalyse« 1905 analysiert. Übrigens habe ich die Bedeutung solcher Phantasien für die Traumbildung unterschätzt, solange ich vorwiegend meine eigenen Träume bearbeitete, denen seltener Tagträume, meist Diskussionen und Gedankenkonflikte zu grunde liegen. Bei anderen Personen ist die volle Analogie des nächtlichen Traumes mit dem Tagtraume oft viel leichter zu erweisen. Es gelingt häufig bei Hysterischen eine Attacke durch einen Traum zu ersetzen; man kann sich dann leicht überzeugen, daß für beide psychische Bildungen die Tagtraumphantasie die nächste Vorstufe ist.

[(180)] Tobowolska, p. 53.

[(181)] [Siehe p. 256.]

[(182)] Zur Einführung des Narzissmus. Jahrbuch der Psychoanalyse, VI, 1914.

[(183)] Von Dr. Otto Rank.

[(184)] Vgl. dazu die Ausführungen [oben p. 5] ff.

[(185)] Es ist bezeichnend für Nietzsches Einstellung zum Ödipuskomplex, daß er hier einen doppelten Irrtum begeht: nicht Ödipus, sondern seine Mutter sucht Trost in der Bedeutungslosigkeit der Träume, aber Ödipus läßt sich dadurch nicht trösten.

[(186)] Besonders verwendet die an Träumen reiche mittelhochdeutsche Epik diese Eigentümlichkeit des Traumes, die auch der römische Dichter Claudius kennt:

»Omnia quae sensu volvuntur rota diurno

Petore sopito reddit amica quies.«