Mlle. Brison

die Dame mit den Krebsklauen

die das Cliché zeigt, ist eine hübsche Französin von etwa zwanzig Jahren, aber ein bedauernswerthes Geschöpf, denn ihre Hände und Füsse haben mehr Aehnlichkeit mit Krebsscheeren, wie mit menschlichen Gliedmaassen. Die Hände sind bis zum Handgelenk gespalten und von den Fingern sind nicht einmal Rudimente vorhanden; die Füsse dagegen sind weniger verkrüppelt.

Durch unausgesetzte Uebung von Kindheit an hat es Mlle. Brison dahin gebracht, dass sie fast alle Arbeiten selbst besorgen kann; sie versieht ihren Haushalt, näht und strickt und im Sticken hat sie sich sogar eine bewundernswerthe Fertigkeit angeeignet. Seit etwa vier Monaten erfüllt sie auch an einem reizenden kleinen Töchterchen gewissenhaft ihre Mutterpflichten, denn sie ist seit etwa zwei Jahren die glückliche Gattin eines jungen liebenswürdigen Franzosen, den sie leidenschaftlich liebt.