„Nein, das hab’ ich auch nicht. Ich wollte es dir lieber erzählen —. Die Sache ist also die, siehst du, deine Mutter weiß nichts davon. Dein Vater meinte, es sei besser, es nicht zu erwähnen —“.

„Nicht mir gegenüber?“

„Nein, nein, davon haben wir gar nicht gesprochen. Er denkt sicher, ich habe es dir erzählt. Nein, deine Mutter durfte nicht erfahren, daß wir uns kennen.“ Sie schwieg einen Augenblick. „Ich fand, es war — nun ich mochte dir nicht schreiben, daß ich mit deinem Vater ein Geheimnis vor deiner Mutter hatte. Verstehst du mich?“

Helge schwieg.

„Es hat mich selber recht bedrückt,“ fuhr sie fort. „Aber er kam eben herauf und besuchte mich. Und ich finde ihn furchtbar nett, Helge; ich habe ihn sehr gern, deinen Vater.“

„Ja — Vater kann ein sehr gewinnendes Wesen haben, wenn er will. Und daß du Malerin bist und —.“

„Deinetwegen, Helge, hat dein Vater mich gern. Das ist der Grund.“

Helge antwortete nicht.

„Und Mutter hast du nur das eine Mal gesehen?“

„Ja. — Aber liebster, bester Freund, bist du nicht hungrig? Soll ich dir ein wenig zurecht machen?“