„Ist jemand bei dir oben?“ fragte er.

Jenny richtete ihre Augen auf ihn:

„Jemand oben? Wenn ich gegangen bin?“

„Es könnte ja jemand sein, mit dem du nicht zusammen fortgehen magst.“

Sie wurde brennend rot.

„Wie meinst du das, ich konnte ja gar nicht wissen, daß du mir hier auflauertest.“

„Liebe Jenny, du kannst dir doch denken — ich meine doch nicht, daß von deiner Seite etwas Unrechtes darin läge.“

Jenny erwiderte nichts, sondern stieg die Treppe wieder hinauf. Oben im Atelier setzte sie den Koffer nieder, blieb im Mantel stehen und beobachtete Helge, wie er seinen Regenmantel ablegte und den Schirm in einen Winkel stellte.

„Vater erzählte es mir heute morgen, daß du bei ihm gewesen bist, und daß Mutter draußen vorbeiging —.“

„Ja.“ Sie schwieg einen Augenblick. „Es ist eine merkwürdige Angelegenheit bei euch zu Hause — so auf der Lauer zu liegen. Es wird mir recht schwer, mich daran zu gewöhnen, muß ich sagen.“