„Das glaube ich nicht. Ich kann jedenfalls nicht ordentlich arbeiten, wenn wir so die ganze Nacht durchbummeln.“

Jenny zuckte mit den Schultern. Aber sie schlug die Richtung nach Babuino ein, den anderen entgegengesetzt.

Zwei Polizisten in ihren Umhängen gingen an ihnen vorüber. Sonst war nicht die Spur von Leben auf dem öden Platz. Der Springbrunnen rieselte vor der Spanischen Treppe, die inmitten der immergrünen, schwarzen und silberblinkenden Büsche der Anlagen vom Mondenschein weiß übergossen dalag.

Jenny sagte plötzlich hart und spöttelnd:

„Ich weiß, es ist gut gemeint, Gunnar. Es ist nett von dir, daß du versuchst, auf mich aufzupassen. Aber es hat keinen Zweck.“

Er schwieg.

„Nein, wenn du selbst nicht willst,“ sagte er kurz nach einer Weile.

„Willst,“ äffte sie ihm nach.

„Ja, ich sagte ‚willst‘.“

Jenny atmete kurz und heftig, als wollte sie etwas antworten, hielt aber an sich. Ekel stieg in ihr auf — halbbetrunken war sie, das wußte sie selbst sehr wohl. Es fehlte ja noch, daß sie hier aufschrie, jammerte und heulte, berauscht, wie sie war, Gunnar gegenüber. Sie biß die Zähne zusammen.